Nur mein Hobby und sonst nichts.


Augenblick_

Inmitten einer uralten Berglandschaft lag eine graue, regennasse Stadt, ein Ort voller Geheimnisse und Geschichten. Ihre alten Mauern atmeten die Vergangenheit, denn die Stadt hatte mehr gesehen als nur Jahreszeiten, die kamen und gingen. Sie hatte dunkle Zeiten überstanden – Kriege, Brände, Zeiten des Chaos. Doch sie war niemals gefallen. Immer wieder erhob sie sich aus der Asche, stärker und standhafter als zuvor.

Besonders im Herbst und Winter wurde die düstere Atmosphäre der Stadt fast greifbar. Tage und Nächte verschwammen ineinander, das Licht der Sonne drang kaum durch die dichten, schweren Wolken. Der Himmel hing so tief, dass man ihn mit der Hand berühren konnte. Die engen, gepflasterten Gassen zogen sich wie still fließende Flüsse durch die Stadt, gesäumt von bunten Häusern, deren Farben durch die Feuchtigkeit gedämpft wurden. Doch trotz ihrer lebhaften Fassaden konnten sie die ewige Melancholie dieses Ortes nicht vertreiben.

Die Stadt hatte große Persönlichkeiten kommen und gehen sehen – Herrscher, Dichter, Wissenschaftler, Musiker. Einige verweilten nur kurz, andere hinterließen Spuren in ihren Straßen. Doch die Stadt sprach nicht über sie. Sie erinnerte sich in Stille, bewahrte ihre Geheimnisse wie ein uraltes Buch, das nur von wenigen verstanden wurde.

In den Bergen, die die Stadt umgaben, blieben oft die Wolken hängen, und der Regen fiel unermüdlich, manchmal tagelang. Die Luft roch nach nassem Stein, nach Moos, nach vergangener Zeit. Die Stadt schien still zu beobachten, wer durch ihre Straßen ging. Manche blieben nur kurz, spürten eine unsichtbare Schwere, die sie weiterzog. Doch jene, die länger verweilten, begannen, die Seele des Ortes zu erahnen.

Und nur diejenigen, die beschlossen, für immer zu bleiben, durften Zeugen des Frühlings werden – jenes seltenen, fast magischen Moments, wenn die Stadt nach einem langen, dunklen Winter erwachte. Dann, wenn der Regen endlich aufhörte und die ersten Sonnenstrahlen die graue Welt durchbrachen, erblühte sie in einer vergänglichen, aber atemberaubenden Schönheit. Die Vögel, die zuvor geschwiegen hatten, erfüllten die Luft mit ihrem Gesang, und die Natur, so lange in Grau gehüllt, erwachte in leuchtenden Farben.

Doch nur diejenigen, die das Grau mit offenen Augen ertragen hatten, konnten diese Pracht wirklich sehen.
#graue_stadt #geschichte #meiningen

10 months ago | [YT] | 4

Augenblick_

Es war eine ruhige Nacht in der Stadt. Ein Mann namens Friedrich lag in seinem Bett, als er von einem unerklärlichen Verlangen wieder geweckt wurde. Er konnte sich nicht wehren. Jede Nacht, wie von unsichtbarer Kraft angezogen, stand er aus dem Bett auf und ging in die Dunkelheit der Straßen.
Seine Schritte hallten leise auf dem Bürgersteig, während er durch verlassene Gassen und leere Plätze wanderte. Eine seltsame Sorge ergriff ihn, und er suchte verzweifelt nach etwas, das er nicht benennen konnte. Er wusste nur, dass er es Nacht für Nacht finden musste.
Aber trotz all seiner Bemühungen blieb sein Ziel im Dunkeln verborgen. Er wanderte umher, seine Gedanken wurden von einer unsichtbaren Hand geleitet, die ihn immer tiefer in die Dunkelheit trug.
Eines Nachts, als er dachte, er sei kurz vor einer Lösung, führte ihn sein Weg jedoch zu einem verlassenen Haus am Stadtrand. Sein Herz schlug vor Aufregung, als er die verwitterte Tür erreichte und sie mit zitternden Händen öffnete.
Aber seine Hoffnungen waren plötzlich gebrochen, als er nur eine massive Backsteinmauer im Inneren entdeckte, die den Eingang versperrte. Er schlug verzweifelt auf hartes Material, aber er blieb unerbittlich und undurchdringlich. Das Morgengrauen ist nahe.
Mit einem Gefühl der Niederlage kehrte Friedrich in sein leeres Haus zurück, seine Gedanken waren von einem endlosen Strom von Verwirrung überwältigt. Er konnte nicht verstehen, warum ihn dieses unerklärliche Verlangen Nacht für Nacht quälte und wohin es ihn führte.
Und so dauerte es Nacht für Nacht, bis Friedrich weiter im Schatten der Stadt wanderte, um ein Ziel zu finden, das er nie erreichen konnte.
#test #aufzeichungstest

В городе была тихая ночь. Мужчина по имени Фридрих лежал в своей постели, когда его снова разбудило необъяснимое желание. Он не мог сопротивляться. Каждую ночь, словно влекомый невидимой силой, он вставал с постели и уходил в темноту улиц.
Его шаги тихо отдавались эхом на тротуаре, пока он бродил по безлюдным улочкам и пустым площадям. Странное беспокойство охватило его, и он отчаянно искал что-то, чему не мог дать названия. Все, что он знал, это то, что ему нужно было находить это ночь за ночью.
Но, несмотря на все его усилия, его цель оставалась скрытой в темноте. Он блуждал, его мысли направляла невидимая рука, которая уносила его все глубже и глубже в темноту.
Однако однажды ночью, когда он думал, что близок к разгадке, его путь привел его к заброшенному дому на окраине города. Его сердце забилось от волнения, когда он добрался до обветшалой двери и открыл ее дрожащими руками.
Но его надежды внезапно рухнули, когда он обнаружил внутри только массивную кирпичную стену, загораживающую вход. Он отчаянно бился о твердый материал, но тот оставался неумолимым и непроницаемым. Рассвет близок.
С чувством поражения Фридрих вернулся в свой пустой дом, его мысли были переполнены бесконечным потоком смятения. Он не мог понять, почему это необъяснимое желание мучило его ночь за ночью и куда оно его вело.
И так ночь за ночью, Фридрих продолжал блуждать в тени города в поисках цели, которой он так и не смог достичь.
#тест #тестзаписи

1 year ago | [YT] | 7